Abbildung 1: Drei Millionen Pkws werden jährlich in Deutschland stillgelegt. Nur ein Bruchteil landet beim Verwerter.

 

Bis dass der TÜV uns scheidet …

Diese Floskel, die so häufig in den Mund genommen wird, beschert so manchem Besitzer eines Schrottwagens mächtig viel Probleme, denn: Wo soll der Wagen denn hin, wenn der TÜV seinen Stempel verweigert und damit quasi die Scheidungsurkunde unterzeichnet wurde? Ein Blick auf die Autoverwertung Leipzig zeigt, was nach der Scheidung passieren kann.

Wohin mit dem Alten? Deswegen funktioniert eine private Entsorgung meist nicht

Das Grundproblem ist Folgendes: Ein Auto besteht nicht etwa aus einem einzigen, homogenen Material, sondern beinhaltet eine ganze Reihe von Substanzen, die teilweise wiederverwertet werden können (z.B. Stahl oder Kupfer). Andere Materialien (z.B. Blei und FCKW) wiederum brauchen spezielle Recyclingmaßnahmen. Was mit den Schrottwagen passiert, ist rein nicht zu erklären, denn von den drei Millionen Pkws, die jährlich stillgelegt werden, landen nur 500.000 Stück bei einem Autoverwerter.

So funktioniert eine fachmännische Demontage

Wer dies fachgerecht erledigen kann, ist als Autoverwerter tätig wie die eingangs erwähnte Autoverwertung Leipzig. Und was bedeutet der Gang zum Fahrzeugverwerter für den Besitzer? Vom Umweltbundesamt heißt es: „In der Regel ist dies (= die Verwertung) für den Letzthalter des Fahrzeugs unentgeltlich. In der Praxis kann der Letzthalter teilweise – je nach Fahrzeugzustand und Marktpreisen – sogar Geld erhalten. Gehört der Demontagebetrieb, die Annahme- oder Rücknahmestelle zum Rücknahmetz des Fahrzeugherstellers Ihres Fahrzeugs, haben Sie sogar einen Anspruch auf eine unentgeltliche Annahme des Altfahrzeugs. Vorausgesetzt, das Fahrzeug enthält noch die wertstoffhaltigen Bauteile wie Motor, Katalysator etc.“

Die fachmännische Demontage funktioniert so:

  • Zunächst wird das Fahrzeug von allen Flüssigkeiten befreit. Die Teile, die weiterverwendet werden können, werden entfernt und ggf. vor einem Wiedereinsatz geprüft. Die Starterbatterie, Reifen und der Katalysator sind typische Bauteile, die – je nach Fahrzeug – wiederverwendet werden können.
  • Ist das Fahrzeug quasi entkernt, wird der Rest des Wagens geschreddert. Eisen, Stahl und Buntmetall werden bei diesem Arbeitsgang gewonnen. Etwa 97 Prozent des Metallanteils eines Fahrzeugs kann weiterverarbeitet werden. In aller Regel wird dieser Batzen an Metallhütten veräußert. Der dabei anfallende Abfall ist ein Mix aus Metall, Glas, Gummi und Kunststoff, der beim Bau von Deponien wieder verwendet werden kann.

Der gesamte Prozess der Überlassung, Rücknahme und umweltverträglichen Entsorgung von Altfahrzeugen ist in dieser Gesetzesschrift juristisch verankert.

Abbildung 2: Nach dem Ausschlachten des Fahrzeugs geht es in die Schrottpresse.

Darauf sollten Verbraucher bei der Demontage achten

Während der Zeit, in der das Fahrzeug problemlos lief, war der Weg zur Werkstatt für viele auch eine Vertrauensfrage. Nur wer das Vertrauen des Fahrzeugbesitzers genießt, wurde zum Schrauben an das Fahrzeug gelassen. Da die Demontage bzw. Wiederverwertung eines Fahrzeugs weit seltener vorkommt als eine schlichte Reparatur, wird es nun mit der Vertrauensfrage durchaus schwierig. Verbraucherschützer raten dazu, einen Verwertungsnachweis anzufragen. Dies ist mitunter auch wichtig, um das Fahrzeug abmelden zu können.

Bevor der Weg zum Autoverwerter führt, sollte sich der Besitzer überlegen, ob es zwingend eine Autoverwertung sein muss, oder ob eine (erschwingliche) Reparatur das Fahrzeug wieder flott machen könnte. Per Definition unterscheidet sich ein Gebrauchtwagen vom Schrottfahrzeug in dem Detail, dass der Gebrauchte als sofort funktionsfähig gilt bzw. nach geringfügigen Reparaturen wieder betriebsbereit gemacht werden kann. Vor allem Achse und Motor dürfen beim Gebrauchten nicht beschädigt sein.

Das Schrottauto definiert sich nicht etwa übers Alter, sondern über den Zustand. Auch wenn ein Auto nur wenige Jahre alt ist, kann er nach einem heftigen Unfall zum Totalschaden werden. Dabei unterscheidet man zwischen einem faktischen Totalschaden, bei dem die Wiederherstellung des Fahrzeugs ausgeschlossen ist, und einem wirtschaftlichen Totalschaden, bei dem die Herstellung des Fahrzeugs nicht mehr im wirtschaftlichen Ermessen liegen kann.

 

Abbildung 1: pixabay.com © music4life (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: pixabay.com © mermyhh (CC0 Public Domain)

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