Wenn der nächste Urlaub vor der Tür steht, packt man längst nicht mehr nur Wanderstiefel und Laufstock ein. Für viele stehen mittlerweile auch Fahrradtouren auf der Aktivitätenliste. Einfacher und kostengünstiger, als sich Fahrräder erst vor Ort auszuleihen, ist es, die eigenen von Zuhause mitzubringen. Schwieriger gestaltet sich die Suche nach einem passenden Fahrradträger für das Auto, um das Fahrrad sicher von A nach B zu transportieren. Dieser Ratgeber soll Ihnen dabei helfen, eine Auswahl zu treffen.

(Foto: PhotoMIX Ltd. / pexels.com)

Welche Typen von Fahrradträgern gibt es?

Je nach Art und Anbringung am Fahrzeug unterscheidet man im Allgemeinen vier Typen von Fahrradträgern:

  • Kupplungsträger
  • Heckträger
  • Dachträger
  • Innenraumträger

Für alle diese Typen sind verschiedene Modelle am Markt erhältlich.

Fahrradträger für das Dach werden verwendet, wenn das Fahrzeug keine Anhängerkupplung hat oder freie Sicht durch das Heckfenster benötigt wird. Ein Dachträger hält bis zu vier Fahrräder. Kupplungs- oder Heckträger sind leicht und schnell zu montieren und zu beladen. Mit diesen kann man sogar bis zu fünf Räder auf einmal transportieren.

Was muss beim Anbringen beachtet werden?

Das Gesamtgewicht des Fahrzeugs, die maximale Dachlast, die Traglast des Fahrradträgers und die Stützlast des Autos beziehungsweise der Anhängerkupplung sollten beim Anbringen eines Fahrradträgers unbedingt beachtet werden.

Eine Anhängerkupplung wird nur benötigt, wenn man sich einen Kupplungsträger anschaffen möchte. Alle anderen Trägersysteme kommen auch ohne Anhängerkupplung aus.

Der Vorteil von Kupplungsträgern ist, dass sie in der Regel leichter zu montieren sind als andere Fahrradträger. Auch das Beladen ist bequemer, denn man muss die Fahrräder nicht so weit nach oben heben. Allerdings kann das Nachrüsten, abhängig vom Fahrzeugmodell, mehrere hundert Euro kosten.

Welches Trägersystem ist geeignet?

Die Eignung von Trägersystemen entscheidet sich danach, an welchem Fahrzeug der Radträger montiert werden soll. Folgende Übersicht zeigt die Vor- und Nachteile der einzelnen Arten von Radträgern auf.

Kupplungsträger:

Vorteile Nachteile
●      Einfache, schnelle Montage

●      Für verschiedene Fahrzeugmodelle geeignet

●      Einfaches Beladen

●      Keine oder nur geringe Auswirkung auf den Kraftstoffverbrauch

●      Sicht nach hinten wird behindert

●      Erschwerter Zugang zum Kofferraum

●      Erhöhte Grundfläche des Fahrzeugs

●      Zusätzliche Leuchten und Schilder notwendig

Heckträger:

Vorteile Nachteile
●      Geringe Auswirkung auf den Kraftstoffverbrauch

●      Einfaches Beladen

●      Keine Anhängerkupplung notwendig

●      Sicht nach hinten wird behindert

●      Erschwerter Zugang zum Kofferraum

●      Erhöhte Grundfläche des Fahrzeugs

●      Muss für das jeweilige Fahrzeugmodell passen

Dachträger:

Vorteile Nachteile
●      Uneingeschränkte Sicht nach hinten

●      Gleichbleibende Grundfläche

●      Für Autos ohne Anhängerkupplung geeignet

●      Heckklappe bleibt zugänglich

●      Erhöhter Kraftstoffverbrauch

●      Erhöhter Kraftstoffverbrauch

●      Erschwertes Beladen

●      Durchfahrtshöhe beachten

 

Innenraumträger:

Vorteile Nachteile
●      Schutz vor Wind und Wetter

●      Einfaches Beladen

●      Geringere Gefahr von Diebstahl

●      Keine Auswirkung auf den

●      Kraftstoffverbrauch

●      Sicht nach hinten wird behindert

●      Platzraubend

●      Nur für große Fahrzeuge geeignet

●      Innenraum wird verschmutzt

 

 

Welche Kaufkriterien sollten beachtet werden?

Vor dem Kauf liegt es im Interesse des Kunden, die Fahrradträger zu vergleichen und zu bewerten. Dabei sind folgende Faktoren relevant:

  • Die Art der Anbringung
  • Anzahl der Fahrräder und Erweiterbarkeit
  • Abstand zwischen den Fahrrädern
  • Tragkraft des Fahrradträgers
  • Eigengewicht
  • Zugang zum Kofferraum
  • Sicherung gegen Diebstahl

Wo kann ich einen Fahrradträger kaufen?

Fahrradträger sind sowohl im Online-Shop als auch im Geschäft erhältlich. Wer die persönliche Beratung bevorzugt, sollte sich an einen Fahrrad-Fachmarkt oder ein Geschäft für Autozubehör wenden. Aber auch Bauhäuser und Heimwerkerläden besitzen eine große Auswahl an Zubehör für verschiedene Fahrzeuge.

Passende Fahrradträger lassen sich unter anderem in folgenden Online-Shops und Geschäften finden:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • Bikester
  • Bauhaus
  • Conrad
  • OBI
  • Forstinger

Beliebte Hersteller von Fahrradträgern sind:

  • Topeak
  • Radon
  • IBERA
  • Cube
  • Thule
  • Van Biker
  • Park Tool
  • Clug
  • Ventura
  • Katana

Was kostet ein Fahrradträger?

Für passable Fahrraddachträger muss mit etwa 40 Euro gerechnet werden. Günstige Innenraumträger bekommt man ab etwa 60 Euro. Diese beiden Arten halten zwar jeweils nur ein Fahrrad, sind dafür aber individuell erweiterbar. Gute Heckträger beginnen bei etwa 70 Euro. Kupplungsträger liegen bei 100 Euro aufwärts. Je nach Hersteller und Qualität sind den Kosten nach oben hin keine Grenzen gesetzt.

Welche Arten von Fahrrad kann ich transportieren?

Grundsätzlich lassen sich mit Fahrradträgern alle Fahrradarten (Mountainbike, E-Bike) transportieren. Lediglich muss, vor allem bei E-Bikes aufgrund des höheren Gewichtes, auf die Maximallast des Fahrradträgers und des Autos geachtet werden. Für Fahrräder mit schmalen Rahmen oder besonders dünnen Reifen gibt es teilweise spezielle Adapter oder eigene Greifarme, mit denen man den Fahrradträger aufrüsten kann.

Wie schnell darf ich mit einem Fahrradträger fahren?

Die Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller des Fahrradträgers selbst an. Dabei setzt er die Geschwindigkeit so hoch, soweit er für sein eigenes Produkt garantieren kann.

Die Höchstgeschwindigkeitsgrenze liegt für die meisten Fahrradträger bei 120 km/h. Manche Modelle sind auch für 130 km/h zugelassen. Gesetzlich gibt es aber keine eindeutigen Bestimmungen.

Wie ändert sich das Fahrverhalten mit einem Fahrradträger?

Alle außen angebrachten Typen von Fahrradträgern beeinflussen das Fahrverhalten. Zudem hat das Anbringen von Fahrrädern am Auto zur Folge, dass das Fahrzeug windanfälliger wird. Der höhere Luftwiderstand führt dazu, dass sich das Fahrzeug anders verhält. Zur eigenen und der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer sollte man seine Geschwindigkeit immer entsprechend anpassen und niemals schneller als angegeben fahren.

Quintessenz

Die Wahl des passenden Fahrradträgers gestaltet sich also durchaus nicht ganz einfach. Vorrangig muss die Fahrzeugart, an der ein Fahrradträger installiert werden soll, sowie die Art der Fahrräder berücksichtigt werden. Außerdem sollte man sich auch mit Höchstgeschwindigkeitsgrenzen und Maximallasten auseinandersetzen. Nach umfangreicher Recherche und gründlicher Überlegung steht dem Kauf eines Fahrradträgers aber bald nichts mehr im Wege. Tests und Ratgeber können bei der Entscheidung helfen.

 

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