Einer der wichtigsten Bestandteile eines Motorrads, wie bei jedem KFZ, ist die Batterie. Die Motorradbatterie (auch Starterbatterie genannt) sorgt dafür, dass das Motorrad startet und mit der notwendigen Energie versorgt wird. Solche Batterien erfüllen heutzutage auch andere Aufgaben, wie z.B. die Versorgung von Navigationssystemen, Diebstahlsicherungen, der Heizung oder etwa der Sitze.

Jeder Motorrad-Besitzer hat bestimmt bereits bemerkt, dass nach einer bestimmten Zeit die Batterie nicht mehr einwandfrei funktioniert und erschöpft ist.

Die Gründe für eine rasche Entladung der Starterbatterie können vielfältig sein. So kann der ständige Gebrauch von Uhren, Radio und Datenspeicher dafür verantwortlich gemacht werden. Für eine dauerhafte Lebensdauer Ihrer Motorradbatterie müssen Sie eine regelmäßige Batteriewartung vornehmen. Wie genau Sie Ihre Motorradbatterie warten sollen, hängt von der Art der Batterie ab.

Im folgenden Artikel zeigen wir auf, worauf es bei der Batteriewartung und -pflege für Motorräder ankommt und worauf Sie besonders achten sollten.

(Bild: Capri23auto / Pixabay.com)

Batteriearten für Motorräder

Zwei gängige Batteriearten sind verbreitet:

  • Standard-Säurebatterien
  • Wartungsfreie Motorradbatterien

Die Standard-Säurebatterien gelten als preisgünstig und sind meist in älteren Motorradmodellen verbaut. Sie werden sowohl im gefüllten und teilgeladenen als auch im leeren Zustand angeboten. Bei letzterem müssen Sie extra Batteriesäure besorgen und die Batterie vorsichtig auffüllen. Beachten Sie bitte, dass diese Säure ätzend ist und Sie beim Einfüllen die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen treffen (Handschuhe, Schutzbrille, Batteriesäure-Trichter, Säureflasche usw). Der Säurespiegel muss aus Sicherheitsgründen regelmäßig kontrolliert werden (circa einmal im Monat).

In den wartungsfreien Batterien wird die Säure in gebundener Form (z.B. als Gel) in die Batterie gefüllt. Da sie aufgrund ihrer Beständigkeit kaum verdunstet, ist sie wartungsfrei und darf unter keinen Umständen geöffnet werden.

Anleitung zur Motorrad-Batteriewartung

Nachdem die Unterschiede zwischen den Batteriearten aufgezeigt wurden, geht es weiter mit der Wartung der Standard-Säurebatterie. Wie der Name es schon verrät, sind wartungsfreie Motorradbatterien davon nicht betroffen.

Motorradbatterie ausbauen

Bevor Sie mit der Wartung der Batterie beginnen, müssen Sie sie zunächst ausbauen. Wo genau sie sich befindet, entnehmen Sie am besten der Betriebsanleitung (meist unter der Sitzbank oder dem Seitendeckel / Tank). Zuerst schrauben Sie den Minuspol der Batterie ab, dann den Pluspol. Anschließend können Sie das Sicherungsband abnehmen und die Batterie herausnehmen. Dies ist wichtig, damit sich beim Warten kein Säurenebel niederschlägt.

Ladezustand der Motorradbatterie überprüfen

Ist dies getan, muss der Ladezustand geprüft werden, indem Sie die Stopfen an den einzelnen Batteriezellen öffnen und mit einem Säuretester die Säuredichte ablesen. Eine vollgeladene Batterie weist einen Wert von ca. 1,28 g/cm3 auf, eine leere hingegen ca 1,11 g/cm3. Weicht der Ladezustand der einzelnen Batteriezellen voneinander ab, so können Sie von einem Defekt ausgehen.

Motorradbatterie wieder befüllen

Ist der Flüssigkeitsstand der Batterie zu gering, verwenden Sie keine Säure zum Auffüllen – diese dient lediglich der Erstbefüllung. Andernfalls übersteigt die Säurekonzentration die zulässigen Werte. Für Nachfüllungen nehmen Sie destilliertes, demineralisiertes Wasser und geben es der Batterie zu bis die Maximum-Markierung erreicht ist. Anschließend kann die Säurebatterie geladen werden.

Motorradbatterie richtig laden

Die Stand-Säurebatterie wird immer ohne Zellenverschluss-Stopfen geladen. Sorgen Sie für gute Raumbelüftung und meiden Sie jedes offene Feuer in jeglicher Form (auch nicht rauchen), da währenddessen explosive Gase entstehen können.

(Bild: michaljamro / Pixabay.com)

Reinigung der Motorradbatterie

Als erstes reinigen Sie die ausgebaute Batterie zur Pflege unter fließendem warmen Wasser, trocknen diese gut ab und putzen die Polanschlüsse mit einer Messingbürste oder mit Schmirgelleinen blank. Klemmen Sie stets zuerst das Pluspol, dann das Minuspol an.

Die richtige Ladespannung

Bezüglich der Ladespannung lesen Sie diese auf der Batterie ab, da bei zu hohem Ladestrom und zu langer Ladezeit die Batterie beschädigt werden kann. Bei Blei-Säure-Batterie (bekannt als Bleiakku) ist es zudem notwendig, alle Stopfen zu entfernen. Als Richtwert gilt, dass eine Normalladung mit 1/10 der Amperestärke der Batterie eine Ladezeit von 5 bis 10 Stunden hat.

Sollte das Ladegerät mit einer Ladespannung von 1 Ampere beginnen (dies können Sie mit einem Multimeter messen), so ist diese Einstellung ratsam. Dies kann auch auf 6- oder Ah-Batterien umgemünzt werden, die schließlich nur mit 0,6 bzw. 0,9 Ampere geladen werden sollte.

Abklemmen der Motorradbatterie

Beim Abklemmen der Batterie vom Ladegerät gehen Sie in umgekehrter Reihenfolge vor: Zuerst den Minuspol abklemmen, dann den Pluspol. Bevor Sie die Batterie wieder einbauen, lassen Sie sie mindestens 30 Minuten ruhen.

Laden von wartungsfreien Batterien

Bei wartungsfreien Batterien bleiben die Zellen verschlossen. Sollte in Ihrem Motorrad eine Gelbatterie verbaut sein, ist sie von Haus aus dauerbefüllt und -verschlossen. Dies trifft auch auf einige bestimmte Microvliesbatterien zu.

Der große Vorteil von wartungsfreien Motorradbatterien gegenüber den Stand-Säurebatterien ist, dass sie nicht vor dem Aufladen ausgebaut werden müssen. Laden Sie sie einfach über eine Ladesteckdose auf – mit einem für Motorräder geeigneten Batterieladegerät. Manche flexible Ladegerät-Modelle sind nicht nur für Motorräder, sondern auch für LKW und Motorboote geeignet.

Die richtige Pflege der Motorradbatterie

Ihre Motorradbatterie wird Ihnen länger dienen, wenn Sie richtig und sorgfältig gepflegt wird. Wie auch die anderen Komponenten des Motorrads, braucht die Batterie eine regelmäßige Pflege. Sogar die absolut wartungsfreien Motorradbatterien brauchen einen minimalen Pflegezeitaufwand.

  • Leicht angefeuchtete Baumwolltücher eignen sich besonders zum Putzen, da so eine elektrostatische Aufladung vermieden werden kann.
  • Sie sollen auf die Korrosion der Batteriepole achten und sie bei Notfall säubern und mit geeignetem Polfett einfetten.
  • Die Batteriepole und die Kabelverbindungen müssen ganz trocken bleiben.
  • Warten Sie, bis die Batterie zu 100% geladen ist. Ein vollautomatisches Ladegerät sollten Sie bevorzugen.
  • Im Winter sollten Sie die Batterie ausbauen (wenn das Motorrad unbenutzt steht).
  • Die Batterie in einem trockenen und nicht warmen Raum lagern. Ist die Temperatur höher, verliert die Batterie Energie.

Fazit

Ganz gleich, ob Sie mit einer Standard-Säurebatterie oder einer wartungsfreien Batterie Motorrad fahren – Sie sollten nun wissen, welche einzelnen Schritte für eine gewartete und gepflegte Motorradbatterie zu befolgen sind. Dies hat zum einen den Vorteil, dass deren Qualität und somit Lebensdauer erhöht wird. Zum anderen mindern Sie das Risiko eines unvorhergesehenen Ausfalls Ihrer Motorradbatterie. In dem Sinne: Freie Fahrt!

 

Bildquellen

Bild 1: https://pixabay.com/de/batterie-motorradbatterie-2490127/

Bild 2: https://pixabay.com/de/batterien-laden-symbole-satz-1379208/

 

 

 

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